
Kronen Zeitung
MIGRATIONSDEBATTE
Ärger um Aussagen von United-Mitbesitzer Ratcliffe
Manchester Uniteds Mitbesitzer Jim Ratcliffe hat mit als migrationskritisch verstandenen Aussagen in Großbritannien für Aufsehen gesorgt.
In einem Interview des Senders Sky News sagte der 73-jährige Multimilliardär, das Vereinigte Königreich sei von Migranten „kolonisiert“ worden. Premierminister Keir Starmer bezeichnete die Aussage als „beleidigend und falsch“. Ratcliffe „sollte sich entschuldigen“, schrieb Starmer auf X (vormals Twitter). Ratcliffe kam der Forderung am Donnerstag nach.
Ratcliffe hatte in dem Interview ausgeführt, es könne keine funktionierende Wirtschaft geben, wenn Millionen Menschen Sozialleistungen bezögen und eine große Zahl von Migranten in das Land komme. Das koste Geld. „Das Vereinigte Königreich ist doch von Einwanderern kolonisiert worden, oder etwa nicht?“, sagte der Vorstandschef des Chemiekonzerns Ineos.
Die von Ratcliffe in diesem Zusammenhang genannten Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung in Großbritannien in den vergangenen Jahren – er sprach von einem starken Anstieg – wurden von Medien mit Verweis auf offizielle Statistiken widerlegt.
Am Donnerstag sagte Ratcliffe in einer Stellungnahme, dass es ihm leid tue, dass seine Wortwahl einige Menschen im Vereinigten Königreich und in Europa vor den Kopf gestoßen und Besorgnis ausgelöst habe. Das Thema der „gut gesteuerten Einwanderung“ sei ihm dennoch wichtig.
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